ADTV-Instrucor für Rollstuhltanz

 

Rollstuhltanz ist die wohl integrativste Tanzart der Welt.

Sie kann gleichermaßen von Behinderten und Nichtbehinderten zusammen ausgeübt werden, d.h. es können je ein Fußgänger und ein Rollifahrer zusammen tanzen. Hierbei sind beide Partner gleichberechtigt, denn es gilt das gleiche Prinzip wie beim Fußgängertanzen: der Herr führt, egal ob er auf seinen Füßen tanzt, oder im Rollstuhl sitzt.

Viele Bewegungsabläufe und Figuren basieren auf Material von Fußgängertanz-paaren, welches aber in einigen Punkten modifiziert, auf das Rollstuhltanzen umgearbeitet und technisch den Gegebenheiten im Rollstuhltanzen angepasst wurden. Dies bedeutet einerseits, dass die Bewegungsabläufe aus dem Fußgängertanzen nicht ungeprüft übernommen werden können und auch nicht unbedingt übernommen werden sollen. Die Technik des Fußgängertanzens darf nicht über die Technik des Rollstuhltanzens gesetzt werden. Auf dieser Grundlage wurde die eigenständige Sportart Rollstuhltanzen von Frau Prof. Dr. Gertrude Krombholz 1974 in München ins Leben gerufen.

Der Rollstuhlfahrer muss ebenso wie der Fußgänger auf die richtige Interpretation des Taktes hören und seine Bewegungen dem Rhythmus der Musik anpassen. Auch können Stimmungen vertanzt und eigene Bewegungsideen ausprobiert werden. Der regelmäßige Unterricht beinhaltet außerdem Erwärmung, Stretching, Haltungstraining, Isolationsübungen, Fuß- und Körpertechniken und das Training von Balance und Drehungen. Neben der Interpretation von Musik ist das Rollstuhltanzen durch eine saubere Technik gekennzeichnet. Exakte Stops, zentrische Drehungen, Vorwärts- und Rückwärtsdrehungen sind einige wichtige Grundelemente.

Mit der Rollstuhltanz-Ausbildung im ADTV soll gezeigt werden, wie ausdrucksstark, einfalls- und bewegungsreich Rollstuhltanz sein kann.